Archiv für Februar 2014
1. FC Kaiserslautern: Winter-Transfers erhöhen den Aufstiegsdruck
Am morgigen Samstag startet der 1. FC Kaiserslautern gleich mit einem richtungsweisenden Spiel in die Restrückrunde. Zu Gast auf dem Betzenberg beim drittplatzierten FCK ist dann die SpVgg Greuther Fürth, die auf Rang zwei stehend vier Punkte mehr auf dem Konto hat und mit einem Sieg in Kaiserslautern schon einen großen Schritt in Richtung direkten Aufstieg machen könnte.
Nach den schlechten Erfahrungen aus der vergangenen Saison, als im Endspurt zwar im Dreikampf mit dem FSV Frankfurt und dem 1. FC Köln der dritte Platz gesichert wurde, dann aber die Relegation gegen die TSG 1899 Hoffenheim verloren ging, will man in der Pfalz diesmal unbedingt abermalige Aufstiegsspiele vermeiden und den Sprung ins Oberhaus ohne Umweg schaffen.
Dafür haben die Verantwortlichen um Vorstandsboss Stefan Kuntz und Trainer Kosta Runjaic in der Winterpause noch einmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen und mit dem vom 1. FSV Mainz 05 ausgeliehenen Chinedu Ede sowie Rückkehrer Srdjan Lakic die ohnehin schon gut besetzte Offensive weiter verstärkt. Obwohl Kuntz betonte, dass die Personalausgaben durch die gleichzeitigen Abgänge von Ariel Borysiuk, Andrew Wooten und Christopher Drazan gleich geblieben sind, erhöht vor allem der Lakic-Transfer den Aufstiegsdruck schon noch einmal spürbar.
Fünf Top-Stürmer, aber nur eine Spitze?
Lakic, der in der Saison 2010/11 mit 16 Treffern großen Anteil am Lauterer Klassenerhalt in der Bundesliga hatte, peilt in Kaiserslautern wieder deutlich mehr Spielzeit an als er zuletzt bei Eintracht Frankfurt und zuvor beim VfL Wolfsburg hatte. Der Kroate sieht sich aber großer Konkurrenz ausgesetzt, die dadurch zusätzlich angestachelt wird, dass Trainer Runjaic zumindest zum Start auf nur einen Angreifer setzen wird. Dieser dürfte zunächst Mo Idrissou heißen, während Lakic genau wie Olivier Occean und der nach langer Verletzungspause wieder fitte Albert Bunjaku zunächst auf die Bank müssen. Kehrt dann auch noch Simon Zoller, mit zehn Treffern führend in der Zweitliga-Torschützenliste, zurück, wird der Kampf um die Plätze noch heißer.
Schon mal was von Arianit Ferati gehört?
Haben Sie schon einmal etwas von Arianit Ferati gehört? Wenn nicht, ist es auch kein Wunder, denn eigentlich muss man 17 Jahre alt sein, um in der Bundesliga spielen zu dürfen. Nuri Sahin war 16 Jahre, 11 Monate und einen Tag, als er mit einer Sondergenehmigung der DFL sein erstes Bundesligaspiel bestritt.
Arianit Ferati wird erst im September 17, bekommt aber schon heute soviel Vertrauensvorschuss, dass er gemeinsam mit den Profis vom VfB Stuttgart die Winter-Vorbereitung absolvieren darf. Anfang der Saison kickte der 1,68 m kleine Techniker in der U17 des VfB, mit der er in der vergangenen Saison Deutscher Meister geworden war. Der nächste Karriere-Schritt, das wurde allen Beteiligten schnell klar, stand an. Arianit Ferati wechselte in die U19 und bekam auch hier sehr schnell einen Stammplatz im zentralen Mittelfeld.
Domenico Tedesco (U17 Coach) berichtet stolz über den Youngster: „Er kann links und rechts spielen.“ In der Junioren-Nationalmannschaft kommt Arianat Ferati auf dem Flügel zum Einsatz, beim VfB spielt er meistens als zweite Spitze.
Arianit Ferati ist schnell, quirlig und extrem torgefährlich. Die Umstellung in der Spielweise dürfte ihm sehr entgegenkommen. Ari hat eine außerordentlich gute Mentalität, weiß Domenico Tedesco zu berichten.
Neben den Stärken eines Flügelflitzers kombiniert Arianit Ferati die Zehner-Eigenschaften wie ausgefeilte Technik, kluges Passspiel und Schussstärke. Die Fans des VfB Stuttgart werden an dieser explosiven Mischung sicherlich noch viel Freude haben. Die Türen haben sich für Ari schon geöffnet aber es gilt, diese geöffnet zu halten und dieses Juwel nicht zu überfordern.
Wenn man dieses Talent weiterhin so sorgfältig behandelt und aufbaut, könnte man sogar an die alten Vereinserfolge von früher anknüpfen und wieder Wetten auf sie abschließen. Mit dem Gutschein von Bet 365 geht dies sogar mit einer 100%-igen Rückvergütung der Ersteinzahlung.
Momentan absolvieren die Schwaben ihr Trainingslager am Kap der Guten Hoffnung. Mit dabei Arianit Ferati.
Wann Ari eine feste Rolle im Team von Trainer Schneider spielen wird, bleibt abzuwarten. Noch ist nicht entschieden, wann die Verantwortlichen beim VfB den Youngster Ferati so weit sehen, dass sie ihn in die Stammelf einbinden können. Es kann sehr schnell gehen, wie das Beispiel Timo Werner beweist. Vielleicht aber muss sich Ari auch noch bis zu seinem nächsten Geburtstag gedulden.
Hamburger SV: Muss der Dino erstmals in die zweite Liga?
Im 51. Jahr gehört der Hamburger SV mittlerweile der Bundesliga an und ist damit der einzige Verein, der seit der Gründung zu Beginn der Saison 1963/64 keine einzige Saison fehlte. Den Status als einziger Dino der Liga hat der HSV mittlerweile auch schon seit knapp 16 Jahren inne. Damals musste der 1. FC Köln am Ende der Saison 1997/98 erstmals in die zweite Liga, zwei Jahre nachdem es mit Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Kaiserslautern gleich zwei Gründungsmitglieder erstmals erwischte.
Das Schicksal dieser drei Vereine, für die der erste Abstieg nicht der Einzige bleiben sollte, dürfte Fans und Verantwortlichen in Hamburg den Angstschweiß auf die Stirn treiben. Aus gutem Grund, denn nachdem es in den vergangenen Jahren schon des Öfteren brenzlig war, steuert der HSV diesmal schnurstracks auf die zweite Liga zu. Nach drei Niederlagen in Serie vor Weihnachten ist mit den beiden 0:3-Pleiten gegen den FC Schalke 04 und bei der TSG 1899 Hoffenheim auch der Start ins neue Jahr völlig daneben gegangen und das Auftreten der Mannschaft des immer stärker in die Kritik geratenden Trainers Bert van Marwijk macht nicht eben Hoffnung darauf, dass in Kürze eine Siegesserie gestartet und die Abstiegsplätze distanziert werden kann.
Mangel an Führungsspielern
Beim Blick auf den Kader des HSV wird man sich im ersten Moment wundern, wie eine Mannschaft mit Nationalspielern wie Rafael van der Vaart, Marcell Jansen, Heiko Westermann oder Rene Adler so in die Bredouille geraten konnte, doch bei näherem Hinsehen zeigt sich ein Mangel an Führungsspielern, die gerade in der jetzigen Situation von enormer Bedeutung wären.
Nichtsdestotrotz muss in den kommenden Partien gegen Hertha BSC und bei Eintracht Braunschweig gepunktet werden, soll die Situation nicht noch prekärer werden als ohnehin schon. Setzt es indes auch dann Niederlagen, dürfte der erst im Herbst verpflichtete van Marwijk nicht mehr zu halten sein.