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Archiv für Dezember 2012

Winterpause 2012/13: Zwischenbilanz des deutschen Fußballs

Mit dem Achtelfinale im DFB-Pokal ist das Fußballjahr 2012 am Mittwochabend zu Ende gegangen. Kurz vor Weihnachten ist es nun an der Zeit, eine Zwischenbilanz der Bundesliga und der zweiten Liga zu ziehen und zudem das Abschneiden der deutschen Mannschaften im Europapokal zu bewerten.

 

Bundesliga

In der Bundesliga ist der FC Bayern München mit 42 Punkten aus den ersten 17 Spielen und einem Vorsprung von bereits neun Punkten auf Rang zwei und Bayer Leverkusen das Maß aller Dinge. Erleidet der Spitzenreiter keinen kompletten Einbruch, was angesichts der Qualität im Kader von Trainer Jupp Heynckes nicht zu erwarten ist, dürfte die Meisterschale nach zwei Jahren Pause wieder nach München wandern. Borussia Dortmund als aktueller Tabellendritter hat mit 30 Punkten zwar eine ordentliche Halbserie gespielt, konnte aber nicht an die überragenden Leistungen der vergangenen beiden Jahre anknüpfen und wird sich daher darauf konzentrieren müssen, die direkte Teilnahme an der Champions League zu sichern. Auf Platz vier und punktgleich mit dem BVB folgt mit Aufsteiger Eintracht Frankfurt die größte Überraschung der Saison.

Die Hessen bieten Woche für Woche ansprechenden Offensivfußball und stehen zu Recht in der Spitzengruppe. Hinter der kommen mit dem SC Freiburg und dem 1. FSV Mainz 05 zwei weitere positive Überraschungen der Saison, die ein breites Mittelfeld, das bis hinunter zum VfL Wolfsburg auf Rang 15 reicht, anführen. Zwischen dem fünften Platz und den Wölfen liegen jedenfalls nur sieben Punkte, die eine spannende Rückserie erwarten lassen, wobei insbesondere der FC Schalke 04 nach starkem Saisonstart überraschend nur im Mittelfeld zu finden ist und in der zweiten Halbserie unter dem neuen Trainer Jens Keller sicher wieder angreifen will. Am Tabellenende ist derweil der FC Augsburg und die SpVgg Greuther Fürth mit zehn Punkten Rückstand ans rettende Ufer schon abgeschlagen und wohl nur noch durch ein Wunder zu retten. Düster sieht es auch bei der TSG 1899 Hoffenheim aus, die auf dem Relegationsplatz überwintert und auch schon sieben Punkte hinter dem rettenden 15. Platz zurückliegt.

2. Bundesliga

Das Unterhaus wurde klar von zwei Mannschaften dominiert: Eintracht Braunschweig und Hertha BSC haben sich nach 19 absolvierten Spielen schon abgesetzt und sollten bei normalem Verlauf der noch ausstehenden 15 Partien am Ende der Saison den Aufstieg schaffen. Dahinter könnte es noch zu einem sehr engen Rennen um den Relegationsplatz kommen, sollte der 1. FC Kaiserslautern weiter schwächeln. Bis hinunter zu Rang zehn dürfen sich alle Teams bei einem Rückstand von lediglich sechs Zählern auf den dritten Platz noch Hoffnungen auf den Aufstieg machen. So auch der 1. FC Köln, der nach schwachem Start in die Spur gefunden hat, zuletzt aber zu häufig Unentschieden spielte, um das Feld von hinten aufrollen zu können. Am Tabellenende müssen vor allem die Aufsteiger Jahn Regensburg und SV Sandhausen fürchten, nach nur einem Jahr wieder den Gang in die dritte Liga antreten zu müssen. Auch Dynamo Dresden ist stark gefährdet und müsste nach aktuellem Stand in die Relegation.

 

Europapokal

Die Bundesliga hat international in den vergangenen Monaten einmal mehr unterstrichen, leistungstechnisch längst an der italienischen Serie A vorbeigezogen zu sein und sich zumindest auf Augenhöhe mit der englischen Premier League und der spanischen Primera Division zu befinden. Erstmals überhaupt überwintern sieben deutsche Mannschaften und damit alle Europapokal-Starter auf internationalem Parkett, wobei Borussia Dortmund, der FC Schalke 04 und Bayern München in der Champions League sogar jeweils Gruppensieger wurden. Im Achtelfinale erwarten das deutsche Trio in der Königsklasse zwar schwere, aber durchaus lösbare Aufgaben, wenn Schalke gegen Galatasaray Istanbul, Dortmund gegen Shachtar Donezk und die Bayern gegen Arsenal antreten.

In der Europa League standen Bayer Leverkusen und Hannover 96 bereits nach vier von sechs Spieltagen in der Zwischenrunde und konnten es in der Folge ruhig angehen lassen. Auch Borussia Mönchengladbach war schon vor dem letzten Spieltag weiter und nur der VfB Stuttgart musste bis zum Schluss um das Erreichen der nächsten Runde bangen. In der Zwischenrunde hat Stuttgart mit dem KRC Genk ein vermeintlich leichtes Los erwischt, während Gladbach mit Lazio Rom, Leverkusen mit Benfica Lissabon und Hannover mit Anschi Machatschkala vor hohen Hürden stehen.

Bundesliga Halbzeitbilanz: Meisterschaft und Abstieg schon klar?

 

Mit dem Schlusspfiff am 17. Spieltag ist es an der Zeit, eine Halbzeitbilanz für die 50. Saison der Bundesliga zu ziehen. Obwohl noch einmal 17 Spieltage zu absolvieren sind und damit noch 51 Punkte vergeben werden, scheinen die wichtigsten Entscheidungen schon nach der Hinrunde gefallen. Man hätte vielleicht zuvor Wetten bei betvictor abschließen sollen, denn die Quoten sahen richtig gut aus für solche Wetten!Die besten Bonusangebote gab es zugleich auch bei diesem Anbieter. Wer seine Sportwetten mobil abschließen möchte, der ist auf den Seiten von Wettbonus.net gut aufgehoben.

Meisterschaft dürfte entschieden sein!

So führt der FC Bayern München die Tabelle mit stolzen neun Punkten Vorsprung an und es gibt wohl kaum jemanden, der daran zweifelt, dass die Münchner nach zwei Jahren Pause am Ende dieser Saison wieder die Schale hochhalten werden. Abgelöst würde dann der zuletzt zweifache Titelträger Borussia Dortmund, der mit 30 Punkten und zwölf Zähler Rückstand auf die Bayern zwar keine schlechte Hinserie gespielt hat, aber eben mit den übermächtigen Bayern nicht mithalten konnte. Das gilt auch für Bayer Leverkusen als Tabellenzweiter, obwohl die Werkself das direkte Duell in München sogar gewinnen konnte.

Frankfurt der bisherige Überflieger!

Auf den Plätzen vier bis sechs folgen gleich drei Überraschungsmannschaften, wobei Rang vier von Aufsteiger Eintracht Frankfurt und der fünfte Platz des SC Freiburg noch einmal ein Stück unerwarteter gekommen sind als die erneut gute Saison des sechstplatzierten 1. FSV Mainz 05, der noch vor dem FC Schalke 04 steht, nachdem die Königsblauen zum Ende hin völlig ihre Form verloren, was die Entlassung von Trainer Huub Stevens zur Folge hatte.

Am Tabellenende sind derweil die SpVgg Greuther Fürth und der FC Augsburg, die sich zum Hinrunden-Ausklang mit 1:1 trennten, schon abgeschlagen und haben bereits zehn Punkte Rückstand ans rettende Ufer. In Reichweite scheint nur noch die völlig hinter den Erwartungen zurückgebliebene TSG 1899 Hoffenheim, die mit nur zwölf Punkten ebenfalls schon sieben Zähler hinter dem VfL Wolfsburg auf Rang 15 liegt und nach aktuellem Stand in die Relegation gegen den Tabellendritten der 2. Bundesliga müsste.

DFL-Sicherheitskonzept: Fan-Vertreter kündigen weitere Protestaktionen an

An den vergangenen Bundesliga-Spieltagen herrschte in ausnahmslos allen Stadien jeweils bis zu dem Zeitpunkt, an dem zwölf Minuten und zwölf Sekunden gespielt waren, eine fast schon gespenstische Atmosphäre. Die Fans der Vereine wollten durch Schweigen auf ihre Belange aufmerksam machen und zugleich ihre Stärke demonstrieren, was zweifelsohne gelungen ist, wie die Aussagen von Spielern und Vereinsverantwortlichen gleichermaßen zeigten.

Vereine für das Konzept – Fans dagegen!

Ihr Hauptziel, die Vereine dazu bringen, das umstrittene Sicherheitskonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) abzulehnen, haben die Anhänger damit aber verfehlt. Am Mittwoch, den 12.12, worauf sich die Schweigedauer bezog, votierten die große Mehrheit der 36 Profi-Vereine, die unter dem Dach der DFL in der ersten und zweiten Liga spielen, für das 16 Punkte umfassende Sicherheitspapier, was bei den Fans auf Enttäuschung stieß.

Mehr Einfluss für Klubs!

Vor allem die in Zukunft möglichen, schärferen Kontrollen sowie die Möglichkeit für einen Verein, das Ticketkontingent für den Gastverein bei sogenannten Risikospielen verringern zu können, sorgte in den vergangenen Wochen für intensive Debatten. Und obwohl die beiden Punkten zumindest leicht modifiziert wurden und beispielsweise eine Ticketbeschränkung nur dann möglich ist, wenn der Heimverein diese Maßnahme gegenüber DFL und DFB begründen kann, kündigten die knapp 1.000 während der Entscheidung vor dem Frankfurter Sheraton Hotel, in dem die DFL-Mitgliederversammlung stattfand, wartenden Fans weitere Protestaktionen an.
So erklärte Philipp Markhardt, Sprecher der Organisation „Pro Fans“ und der Aktion „12:12 – Ohne Stimme keine Stimmung“, dass mit weiteren Protesten zu rechnen sei, die sich auch über einen längeren Zeitraum hinziehen können. Für den letzten Spieltag vor der Winterpause am Wochenende erwartet Markhardt zumindest wieder anfangs ruhige Fankurven.

Premier League: United gewinnt Manchester-Derby in der Nachspielzeit

 

Manchester United hat die Verhältnisse in der Stadt zumindest vorerst wieder gerade gerückt. Am 16. Spieltag der Premier League gewannen die Red Devils das Derby bei Manchester City mit 3:2 und verdoppelten damit ihren Vorsprung an der Tabellenspitze auf den zweitplatzierten Stadtrivalen von drei auf sechs Punkte.

ManU behält Oberhand!

Das 164. Manchester-Derby hielt dabei, was es im Vorfeld versprach und hatte wieder einmal reichlich Dramatik zu bieten. Die heimischen Citizens begannen überaus forsch, was angesichts des von Trainer Roberto Mancini aufgebotenen Offensivquartetts David Silva, Sergio Agüero, Samir Nasri und Mario Balotelli auch nicht verwunderte. Doch nachdem Letzterer in der elften Minute die bis dato größte Chance des Spiels vergeben hatte, schlug United eiskalt zu. Nach einem mustergültig vorgetragenen Angriff ließ Wayne Rooney Joe Hart im City-Tor mit einem überlegten Schuss keine Abwehrchance und brachte das Team von Sir Alex Ferguson mit 1:0 in Führung. Und bereits nach 29 Minuten legte Rooney mit seinem 150. Premier-League-Treffer zum 2:0 nach und sorgte für Jubel im natürlich randvollen Gästeblock.

Matchwinner van Persie!

Nach Wiederbeginn schien schon alles klar, doch dem Treffer von Ashley Young zum 3:0 wurde fälschlicherweise die Anerkennung versagt, sodass die Citizens im Spiel blieben und prompt zurückschlugen. Nach einer Stunde war es zunächst Yaya Touré, der nach Vorarbeit des eingewechselten Carlos Tevez den Anschlusstreffer zum 1:2 besorgte, womit City richtig Morgenluft witterte und nun auf den Ausgleich drängte, der dann nach 86 Minuten durch Pablo Zabaleta auch gelingen sollte.

Nach dem 2:2 wollte sich City nicht mit einem Punkt zufriedengeben und setzte alles auf Sieg, wurde dafür aber bitter bestraft. In der vierten Minute der Nachspielzeit versenkte Robin van Persie einen Freistoß aus halbrechter Position zum 3:2 und sorgte im Lager von United für großen Jubel.

NBA: Dallas Mavericks schaffen Anschluss – Dirk Nowitzki weiter verletzt

Die Dallas Mavericks befinden sich in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA zumindest leicht auf dem Vormarsch. Mit einem hart erkämpften 97:94 bei den Phoenix Suns feierten die Mavs in der Nacht zum Freitag den neunten Saisonsieg und stellten dadurch den Anschluss an die Play-off-Plätze her.

Knapper Sieg gegen die Suns!

Herausragender Akteur bei Dallas war wieder einmal O.J. Mayo, der 23 Punkte verbuchte. Immerhin 15 Zähler gingen auf das Konto des deutschen Centers Chris Kaman. Bei den Suns waren Markieff Morris und Goran Dragic mit ebenfalls jeweils 15 Punkten die besten Werfer, konnten die Niederlage gegen die vor allem im dritten Viertel starken Mavs damit aber nicht verhindern.

Weiter nicht mithelfen konnte bei Dallas der nach wie vor verletzte Dirk Nowitzki, der aller Voraussicht nach auch nicht so schnell wieder eingreifen wird, können. Der 34 Jahre alte Würzburger, der diese Saison noch keine einzige Partie absolvieren konnte, zeigte sich bezüglich eines Comebacks noch im Dezember jedenfalls sehr skeptisch.

Nowitzki fehlt weiterhin!

Zwar geht es Nowitzkis vor knapp sieben Wochen aufgrund anhaltender Probleme operiertem Knie mittlerweile schon deutlich besser, doch der Superstar selbst sieht bei sich noch reichlich Nachholbedarf, der er seit einigen Tagen mit seinem Privattrainer Holger Geschwindner aufarbeitet. Immerhin geht es langsam aufwärts, auch wenn sich Nowitzki mit voreiligen Prognosen noch zurückhält: “Es ist durch das gesteigerte Training nicht schlechter geworden. Das zeigt, dass es in die richtige Richtung geht. Allerdings viel später, als wir es erhofft hatten.“
Zumindest kann das Team aber auf die moralische Unterstützung ihres Stars bauen, da Nowitzki derzeit mit den Mavericks zu den Spielen reist und jeweils parallel an seiner Rückkehr arbeitet.