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Archiv für Juni 2014

WM 2014: Deutschland Ghana – Alternativen für Hummels gesucht

Wenn Deutschland am Samstag im zweiten Vorrundenspiel auf Ghana trifft, könnte Bundestrainer Joachim Löw zu einer Umstellung seiner Vierkette gezwungen werden. Denn hinter Mats Hummels steht immer noch dickes Fragezeichen. Sollte der BVB-Innenverteidiger tatsächlich nicht spielen können, hat Löw drei Alternativen für das WM-Spiel gegen Ghana.

Die WM in Brasilien ist bislang ein voller Erfolg und somit wird schon jetzt die Vorfreude auf die Olympischen Sommerspiele geweckt, die 2016 in Rio de Janeiro stattfinden. Falls ihr jetzt schon Lust auf tierischen Sport habt, dann bietet sich Animal-Athletes Spielautomaten an, wo ihr an der Olympiade der Tiere teilnehmen könnt. Doch bis die Olympioniken die Copacabana in Anspruch nehmen, herrscht König Fußball in Brasilien.

Deutschland hat nach dem überzeugenden 4:0-Erfolg gegen Portugal den ersten Schritt Richtung Achtelfinale unternommen und kann den Auftakterfolg nun gegen Ghana mit dem nächsten Dreier vergolden. Einzige Sorge ist, ob Mats Hummels gegen die Black Stars spielen kann. Doch das Abwehr-Ass konnte wegen einer Oberschenkelprellung nicht am Trainingsbetrieb teilnehmen, sodass ein Einsatz gegen Ghana unwahrscheinlich ist. Wer kann Hummels ersetzen?

Boateng in die Innenverteidigung?

Jerome Boateng würde wohl von rechts in die Innenverteidigung rücken, während es für den Posten des Rechtsverteidigers drei mögliche Kandidaten gibt. Die Luxusvariante wäre Philipp Lahm, doch dieser ist und bleibt im defensiven Mittelfeld gesetzt und eine Versetzung in die Viererkette steht nicht zur Debatte.

So dürften sich Kevin Großkreutz und Skhordan Mustafi um den Posten streiten, wobei Mustafi klar die Nase vorn hat. Der 22-Jährige wurde schon gegen Portugal für den verletzten Hummels eingewechselt und hat zudem bei seinem Klub Sampdoria Genua öfter mal als Rechtsverteidiger in der Dreierabwehrkette agiert. Mustafi kennt somit die Anforderungen auf der Position. Großkreutz bleibt hingegen der absolute Notnagel. Der BVB-Allrounder hatte im letzten Testspiel gegen Armenien keine Punkte sammeln können und scheint für den Bundestrainer keine adäquate Lösung zu sein.

Russland Unentschieden gegen Südkorea

Nach dem belgischen 2:1-Erfolg zum Auftakt über Algerien haben sich im zweiten Spiel der Gruppe H Russland und Südkorea torlos getrennt.

Vor 37.603 Zuschauern in der Arena Pantanal in Cuiaba agierten beide Mannschaften von Beginn an sehr defensiv und waren vor allem darum bemüht, ein Gegentor zu vermeiden. Vor der Pause resultierte diese abwartende Haltung in einem Spiel auf schwachem Niveau, in dem Torchancen abgesehen von Distanzschüssen Mangelware blieben. Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie etwas lebhafter, auch wenn sich nichts daran änderte, dass nahezu ausschließlich Versuche aus der Distanz für Gefahr sorgten.

Kein Zufall war es daher, dass der kurz zuvor eingewechselte Keun-Ho Lee in Minute 68 aus rund 25 Metern die Führung erzielte, wobei dieses Tor ohne die gütige Mithilfe des schon zuvor mehrfach unsicheren russischen Schlussmannes Igor Akinfeev nicht gefallen wäre.

Russland stecke nach dem Rückstand aber nicht den Kopf in den Sand, sondern war sofort bemüht, zurückzuschlagen. Und wie für Südkorea war nur sechs Minuten nach dem 0:1 auch für die Sbornaja ein Joker erfolgreich. Nachdem Sung-Ryong Jung einen Schuss von Alan Dzagoev noch parieren konnte, war Südkoreas Keeper machtlos, als der Ball Aleksandr Kerzhakov vor die Füße fiel, der aus kurzer Entfernung zum Ausgleich abstaubte. Anschließend verlegten sich beide Teams wieder vornehmlich auf die Defensive, sodass es am Ende beim leistungsgerechten 1:1 blieb.

Brasilien und Mexiko trennen sich Remis

Die Euphorie im Gastgeberland der WM 2014 hat einen Dämpfer erhalten. Nach dem mühsamen 3:1-Sieg zum Auftakt gegen Kroatien musste sich Brasilien im zweiten Gruppenspiel gegen Mexiko mit einem 0:0 zufriedengeben. Beide Mannschaften haben nach zwei Spielen nun vier Punkte auf dem Konto und können am letzten Spieltag am Montag aus eigener Kraft den Einzug ins Achtelfinale perfekt machen.

Vor 60.000 Zuschauern im Estadio Castelao in Fortaleza lieferten sich Brasilien und Mexiko von der ersten bis zur letzten Minute ein intensives Duell. Mexiko hielt gegen die optisch überlegene Selecao wacker dagegen und sorgte immer wieder mit Fernschüssen für Gefahr. Brasilien tat sich derweil gegen die geschickt verteidigende Dreierkette Mexikos, die zuweilen zu einer Fünferreihe wurde, sehr schwer.

Dennoch kreierte die Mannschaft von Trainer Luiz Felipe Scolari eine Reihe von guten Torgelegenheiten, die allerdings allesamt ungenutzt blieben. Zum Mann des Tages avancierte dabei der mexikanische Schlussmann Guillermo Ochoa, der vor allem Brasiliens Superstar Neymar mit seinen Paraden mehrfach zur Verzweiflung brachte und auch gegen Thiago Silva eine überragende Reaktion zeigte.

In der Schlussphase konnte sich indes auch noch Ochoas Gegenüber Julio Cesar auszeichnen, der gegen den eingewechselten Raul Jimenez schon in der Nachspielzeit sogar eine Niederlage verhinderte. Eine Pleite für die bemühte, allerdings diesmal glücklose Selecao wäre aber auch nicht verdient gewesen.

WM 2014: Brasilien untermauert Favoritenrolle – wer kann die Selecao gefährden?

Neun Tage vor dem Start der WM 2014 im eigenen Land ist die brasilianische Nationalmannschaft bereits in guter Form. Am Dienstagabend gewann die Selecao ein Testspiel gegen Panama mit 4:0. Zwar sollte der Eindruck aus diesem Test aufgrund der Schwäche des Gegners nicht überbewertet werden, doch lieferte die Mannschaft von Trainer Luiz Felipe Scolari eine sehr ansprechende Vorstellung ab, mit der die allgemeine Einschätzung, dass Brasilien der Top-Favorit auf den WM-Titel ist, bestätigt wurde.

Superstar Neymar, auf dessen Schultern die Hoffnungen der ganzen Nation ruhen, Hulk und Dani Alves sowie Willian erzielten die Tore zum standesgemäßen Erfolg der Selecao, die am kommenden Donnerstag im Eröffnungsspiel von Kroatien freilich ganz anders gefordert werden dürfte. Nichtsdestotrotz stellt sich eine gute Woche vor dem WM-Start die Frage, wer Brasilien ernsthaft gefährlich werden kann, zumal gerade die Mannschaften aus Europa und Asien auch mit dem Klima zu kämpfen haben werden.

Daher verwundert es auch nicht wirklich, dass die meisten Buchmacher, die natürlich unzählige Spezialwetten rund um die WM 2014 anbieten, mit Argentinien ein zweites südamerikanisches Team bei der Reihenfolge der Favoriten auf dem zweiten Platz sehen. Die unter Fussballwetten.tv im Überblick zu sehenden großen Buchmacher sind sich dagegen nicht ganz einig darüber, ob Spanien oder Deutschland am drittstärksten einzuschätzen sind. Klar ist aber, dass neben Brasilien und Argentinien sowie Spanen und Deutschland keinem Team der WM-Titel wirklich zugetraut wird.

Große Fußballnationen wie England, Italien, Portugal, Uruguay oder die Niederlande werden durchweg schon mit zweistelligen Quoten geführt, während viele andere Teilnehmer sogar Wettquoten im drei- und vierstelligen Bereich aufweisen. Als Geheimfavorit gilt derweil die mit einer Reihe von hoch veranlagten Jungprofis wie Eden Hazard oder Kevin de Bruyne gespickte Auswahl Belgiens. Erstmals seit 2002 wieder bei einem großen Turnier dabei müssen die Roten Teufel aber bei allem Potenzial erst unter Beweis stellen, auch auf der Weltbühne Top-Leistungen bringen zu können.

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Keine zehn Tage sind es mehr bis zum Start der Weltmeisterschaft in Brasilien, die trotz der vergleichsweise späten Anstoßzeiten nach mitteleuropäischer Zeit auch in Deutschland wieder zahlreiche Fußball-Fans auf die Straße locken wird.

Um beim Public-Viewing perfekt gekleidet zu sein, bieten sich bei der WM 2014 zahlreiche Möglichkeiten. Fussball Fanartikel beschränken sich heute längst nicht mehr auf Trikot, Schal und Mütze, wie es noch vor 15 oder 20 Jahren der Fall war, sondern längst kann man auch mit einem Handy-Cover, Taschen, Halsketten und diversen anderen Dingen seine Verbundenheit zum eigenen Land und seiner Nationalmannschaft ausdrücken.

Die Deutsche Nationalmannschaft kann sich auf jeden Fall in der Heimat auf breite Unterstützung freuen und auch vor Ort in Brasilien dürften wieder Tausende in Schwarz, Rot und Gold gekleidete Schlachtenbummler für beste Stimmung sorgen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Elf von Bundestrainer Joachim Löw, der während der Vorbereitung mit einigen Verletzungssorgen zu kämpfen hatte, rechtzeitig in die Spur findet und sich gegenüber dem enttäuschenden 2:2 im Test gegen Kamerun noch deutlich steigern kann. Schon alleine damit die WM-Euphorie im Land auch nach den Gruppenspielen gegen Portugal, Ghana und die USA weiter anhält.

Der große WM Favorit Brasilien, der es zunächst in Gruppe A mit Kroatien, Kamerun und Mexiko zu tun bekommt, hat derweil traditionell viele Fans rund um den Globus. Nicht zuletzt wegen des attraktiven Fußballs, der auch in diesem Jahr von Neymar, Hulk und Co. zu erwarten ist, werden auch auf den deutschen Fanmeilen sicherlich wieder zahlreiche Menschen in Gelb, Grün und Blau, den Farben der Selecao, zu sehen sein.